Zu Silvester wünscht man sich allgemein einen guten Rutsch. Der Bedeutung nach heißt das Gute Reise. Doch in diesem Jahr hatte der gute Rutsch noch eine andere Bedeutung – und hat ihn bis heute. Denn die Bürgersteige und andere öffentliche Flächen sind stellenweise spiegelglatt.

Zum Hintergrund: Zur Räumung verplichtet ist der Hauseigentümer. Üblicherweise wird diese Verpflichtung jedoch an Privatfirmen übertragen, die dann bei Schnee und Eis mit ihren Mini-Schneeschiebern losfahren und die 10 bis 50 Meter vor dem Haus ihres Kunden räumen. Dann geht der Schneepflug wieder hoch und es geht weiter zum nächsten Kunden. Die weitere Bürgersteigfläche vorm nächsten Haus räumt dann der nächste Dienstleister. Zumindest theoretisch. In der Folge sehen Berlins Bürgersteige zu Schneezeiten immer aus wie Flickenteppiche.

Der große Schnee kam nun Silvester. Für private Dienstleister ein denkbar schlechter Tag wenn es um die Einteilung der Mitarbeiter geht. Entsprechend spät und schlecht wurde geräumt. Nun ist der plattgelaufene Schnee festgefroren und teilweise ernorm glatt. Da die Berliner Stadtreinigung als einziger Salz einsetzen darf wird sich daran wohl auch so bald nichts ändern. Guten Rutsch.

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