Es ist schon schräg, welche Meldungen an einem abseits von Frau Aigners Facebook-Angst meldungsarmen Tag so die Runde durch die Journalie machen. Da ist die Rede von einem Streik bei der Brauerei Carlsberg. Etwa 250 Mitarbeiter dort streiken, weil sie seit Anfang des Monats kein Bier mehr trinken dürfen. Zumindest nicht, wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz befinden. Die Firma hatte alle Bier-Kühlschränke im Unternehmen entfernt und neue Alkohol-Richtlinien eingeführt. Allerdings: Für die LKW-Fahrer der Brauerei, die dafür sorgen, dass das Dänische Bier ins Land kommt, gilt das Verbot nicht.

Schauen wir noch mal genauer hin: Bier trinken dürfen die Brauerei-Mitarbeiter immer noch. Aber “nur” in ihrer Mittagspause. Das ist mehr, als so ziemlich jeder Mitarbeiter einer Firma in Deutschland darf. Würde ich mir in der Mittagspause ein Veltins hinter kippen, wäre mein Chef sicherlich wenig erfreut, wenn er es mitbekommen würde. Und die LKW-Fahrer? Dürfen natürlich auch nicht hinterm Steuer trinken. Die LKW sind mit einem Atemluftsensor ausgestattet. Ist der Fahrer betrunken, startet der Motor nicht. Weil die Fahrer in aller Regel ihre Mittagspause nicht in der Kantine verbringen, dürfen sie sich ihrer Bierflaschen mit in den LKW nehmen. Was allerdings passiert, wenn der Motor gestartet ist und der Fahrer dann die Bierflasche öffnet, ist indes nicht überliefert. Bleibt zu hoffen, dass es kein Fahrer es testet.

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